Fotograf als Beruf

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Fotograf als Beruf zu werden. Der klassische Weg ist eine Ausbildung, mit dem Abschluss „Gesellenbrief des Fotografenhandwerks”. Fotografie als Studium bieten in Deutschland ein paar ausgewählte Hochschulen an. Darüber hinaus kann man an Design- oder Kunsthochschulen den Schwerpunkt Fotografie wählen.

Zugangsvoraussetzung an öffentlichen Hochschulen ist die Bewerbung mit einer Mappe von praktischen fotografischen Arbeiten. Fotograf werden kann man auch durch das Absolvieren von Praktika und die Arbeit als Assistent bei einem Fotografen. Nicht zuletzt gibt es neben Ausbildung, Studium, Praktikum und Assistenzzeit nicht wenige Fotografen, die als Quereinsteiger oder Autodidakten in den Beruf einsteigen. Solche ambitionierten Laien, die ihr langjähriges Hobby zum Beruf machen, üben ihren Job sogar oft recht erfolgreich aus.

Will man durch eine Ausbildung Fotograf werden, dauert die Lehrzeit drei bis dreieinhalb Jahre. Azubis mit Hochschulreife können die Ausbildungszeit auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Die Ausbildungsvergütung ist nicht tariflich festgelegt. Im Durchschnitt beträgt sie im ersten Lehrjahr 260,- Euro, im zweiten 285,- und im dritten Ausbildungsjahr 360,- Euro. Das Durchschnittsgehalt für ausgelernte festangestellte Gesellen liegt anfangs zwischen 2200,- und 2800,- Euro brutto. Der Verdienst variiert je nach Bundesland und Größe der Stadt bzw. des Ortes. In einem kleinen Portrait-Laden wird weniger gezahlt als im großen Studio für Werbefotografie. Bei freiberuflichen Fotografen hängt der Verdienst vollends von der Qualität der Arbeit sowie der Selbstvermarktung und persönlichem Auftreten am Markt ab.

Fotograf werden ist für viele mit entsprechend künstlerischer Neigung ein Traum. Vor der Suche nach einem der rar gesäten Ausbildungsplätze ist es ratsam, sich Gedanken zu machen, welcher fotografische Bereich individuell so reizvoll ist. Zwar ist die Berufsschule für alle angehenden Fotografen gleich. Im Ausbildungsbetrieb dagegen ist es ein großer Unterschied, ob man in einem Portraitstudio Pass-, Bewerbungs- und Hochzeitsfotos anfertigt, oder sich für Reportagen, Architekturfotos, Food und Stills oder Werbefotografie interessiert.

Bildquelle: © Dieter Schütz  / pixelio.de