Fotoshooting Posen

Laut Duden handelt es sich bei einer Pose, die sich vom französischen Wort „poser“ („setzen, stellen, Fotoshooting Posen von fünf Frauenlegen“) herleitet, um eine gekünstelte Stellung bzw. Körperhaltung. Während sie also per Definition etwas Starres und Statisches meint, wollen Fotoshooting Posen meist die Botschaft von Dynamik und Lebendigkeit transportieren, mit der beim Betrachter des Fotos gezielt Emotionen ausgelöst werden sollen. „Fotografieren ist mehr, als auf den Auslöser zu drücken“, meinte die französische Fotografin Bettina Rheims, die sich mit ihren provokant-erotischen Akt- und Glamourfotos weltweit einen Namen machte.

Fotoshooting Posen werden oft mit Adjektiven wie lasziv, aufreizend oder heroisch assoziiert. Doch wie gelingt es einem Model, starke Gefühle vor der Kamera zu zeigen, die natürlich und echt wirken? Ein Fotoshooting ist besonders dann erfolgreich, wenn sowohl der Fotograf als auch sein Model über eine ausgeprägte Vorstellungskraft verfügen, denn die Posen dienen zur Inszenierung von Illusionen. Im Idealfall dirigiert der Fotograf sein Model, inspiriert es, sich fallen zu lassen und die Kamera zu vergessen. „Als Fotograf muss man ein Model zum Blühen bringen“, sagte die bekannte deutsche Fotografin und Dokumentarfilmerin Herlinde Koelbl.

Auf der anderen Seite sollte ein Fotomodel die Fähigkeit besitzen, sich in jede Situation hineinversetzen zu können und sich vor der Kamera nicht viel anders als sonst zu bewegen. Experten empfehlen Anfängern auf diesem Gebiet, möglichst oft Posen und Posenwechsel zwischen Stehen, Knien, Sitzen und Liegen vor dem Spiegel einzustudieren. Als Vorlage kann beispielsweise Bildmaterial aus Zeitschriften dienen. Schnell wird einem dann bewusst, welche Fehler es zu vermeiden gilt, wie zu dick aufgetragenes Make up, Hände in der Hosentasche, breitbeiniger Stand, hängende Schultern, Arme vor der Brust verschränken.

Überzeugende Fotoshooting Posen strahlen Offenheit, Unverkrampftheit und Selbstbewusstsein aus. Grundsätzlich gilt: Brust raus, Bauch rein – bei nicht übertriebener, aber bewusster, natürlich wirkender Körperspannung. Das Gehen auf Stöckelschuhen mit einem Buch auf dem Kopf ist eine preiswerte, aber effektive Übung. Und wer das Handwerk beherrscht, eine optimistische Ausstrahlung, perfekte Körperbeherrschung und Disziplin mitbringt, hat auch dann, wenn er nicht den vorherrschenden Schönheitsidealen entspricht, Chancen, sich auf dem sich zwischen Eitelkeiten, Kunst und Kommerz bewegenden Markt etablieren zu können.

 

Bildquelle: ‚© Benjamin Thorn / Pixelio